Warum alkoholfreier Wein für mich kein Kompromiss ist.
Ich bin kein klassischer Winzer. Ich komme aus der Betriebswirtschaft – und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich alkoholfreien Wein von Anfang an anders gedacht habe.
Die FAZ nennt mich einen „Weinmacher ohne Weingut“. Der Feinschmecker spricht von Premium-Weinen aus der Pfalz – ohne Alkohol, aber mit Anspruch.
Beides trifft es gut.
In meiner Ausbildung und Masterarbeit habe ich mich mit Preisbildung und Qualitätswahrnehmung bei Wein beschäftigt. Mit der Frage, was ein Produkt wirklich wertvoll macht – jenseits von Tradition und Romantik.
Im alkoholfreien Segment sehe ich oft ein Kernproblem: Es fehlt nicht an Technik, sondern an Fokus. Alkoholfreier Wein wird zu oft als Nebenprodukt gedacht. Ich bin überzeugt: Das funktioniert nicht. Den Umsatz alkoholfreier Weine nimmt man mit, im Zentrum stehen diese Kunden selten.
Deshalb arbeite ich bewusst mit spezialisierten Partnern, statt alles selbst zu machen. Trauben aus der Mittelhaardt - von befreundeten Familienweingütern. Schonende Entalkoholisierung - durch absolute Spezialisten. Und ein klarer Anspruch: Herkunft und Rebsorte müssen erkennbar bleiben.
Oder, wie es die FAZ über den Riesling formuliert: „Als Riesling durchaus erkennbar.“
Genau darum geht es.
FotoCredit: LGreiner-Medienagenten 2025